Stiftung
Für die Finanzierung von Projekten stehen insgesamt Mittel von 50‘000 Franken pro Jahr zur Verfügung. Die Mitgliedschaft beim SGV wird vorausgesetzt. Es werden pro Jahr höchstens drei Institutionen (Gemeinde oder Gemeindeverbund) mit Projektbeiträgen unterstützt.
Der Stiftungsrat entscheidet zweimal jährlich über die Vergabe der Projektbeiträge. Fördergesuche sind jeweils bis am 15. Mai und bis am 15. Oktober einzureichen an vrbndchgmndnch oder per Post an:
Stiftung des Schweizerischen Gemeindeverbandes
Holzikofenweg 8
Postfach
3001 Bern
Bisher unterstützte Projekte:
2024
Im Geschäftsjahr 2024 sind zwei Projekte durch die Stiftung unterstützt worden. Zum einen der «Tag der Gemeinden» an der Olma 2024, eingereicht durch die Gemeinde Oberriet (SG) und den Verband St.Galler Gemeindepräsidien. Der Anlass war mit knapp 500 Vertreterinnen und Vertretern aus politischen Gemeinden sowie aus Burgergemeinden aus der ganzen Schweiz ein voller Erfolg.
Weiter wurde das von den Gemeinden Buus (BL) und Maisprach (BL) eingereichte Projekt «Vereine stärken» unterstützt. Damit sollen die aktuellen Herausforderungen für Vereine in ländlichen Gemeinden eruiert sowie konkrete Lösungswege, Massnahmen und Materialien zur Stärkung von Vereinen entwickelt und erarbeitet werden. Die Erkenntnisse sollen in einem zweiten Schritt anderen Gemeinden des Kantons BL zugänglich gemacht werden.
2023
Im Geschäftsjahr 2023 sind zwei Projekte durch die Stiftung SGV unterstützt worden. Das erste Projekt wurde durch die Gemeinde Böttstein (AG) eingereicht und betrifft die Arbeiten der Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung (GAV AG) im Zusammenhang mit dem Projekt «Modellverwaltung Kanton AG» (Vorprojekt). Neben der GAV AG engagieren sich auch die assoziierten Fachverbände der kommunalen Stufe des Kantons Aargau. Das Projekt soll den Aargauer Gemeinden aufzeigen, wie der Weg in die Zukunft in den Bereichen Organisation, Aufbau und Führung ausschauen könnte. Insgesamt soll mit der breit abgestützten Grundlagenarbeit die Zukunft der kommunalen Ebene gestärkt werden.
Das zweite Projekt wurde von der Gemeinde Beringen (SH) im Namen des Verbands der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten des Kantons Schaffhausen (VGGSH) eingereicht. Es betrifft das Vorhaben einer trinationalen Bürgermeisterinnenkonferenz (D, A und CH), welche nach den Veranstaltungsorten Wien und Berlin 2024 im Kanton Schaffhausen stattfinden soll. An der Konferenz werden die Chancen und Herausforderungen von Frauen in der Position als Gemeinde- oder Stadtpräsidentin resp. als Bürgermeisterin thematisiert. Der Schweizerische Gemeindeverband ist neben dem VGGSH in die Organisation der Konferenz eingebunden. Auch der Bund, der Kanton Schaffhausen und weitere Stiftungen sollen den Anlass finanziell unterstützen.
2022
Im Jahr 2022 unterstützte die Stiftung zur Förderung des Schweizerischen Gemeindeverbands zwei konkrete Projekte. Als erstes ein solches aus dem Kanton Luzern (eingereicht durch die Gemeinden Hasle LU und Wikon LU), das konkret gegen den Fachkräftemangel in Gemeinden vorgeht. Auch in der Zentralschweiz herrscht bei den Gemeinden ein akuter Fachkräftemangel. Dies insbesondere auch bei der Besetzung von Lehrstellen. Der Gemeindeschreiber- und Geschäftsführerverband GGV Luzern hat dieses Problem erkannt und ein eigenes Vorhaben angestossen. Zusammengearbeitet wird dabei mit der bereits bestehenden Initiative «LUnited, Berufslehre für Städte und Gemeinden», welche ein Netzwerk von verschiedenen Luzerner Gemeinden darstellt, die gemeinsam um die Gunst von Lernenden buhlt. Auch der SGV unterstützt die Luzerner Initiative mit Tatkraft. Diese sieht für das Jahr 2023 verschiedene Aktivitäten wie regionale Info-Anlässe vor. Zur Unterstützung der Aktivitäten von «LUnited» wurde ein Motivations-Video produziert, das auf Jugendliche, welche vor der Berufswahl stehen, fokussiert. Dieses Motivationsvideo soll als Marketing-Instrument eingesetzt werden. Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Jugendliche für eine Lehre bei der Gemeinde zu motivieren.
Im Jahr 2022 sind zweitens auch die digitalen Stammtische, welche vom Verein «Myni Gmeind» organisiert und durchführt werden, durch die Stiftung SGV finanziell unterstützt worden. Dabei werden im Rahmen von einstündigen Konferenzschaltungen Fachthemen zur Digitalisierung in Gemeinden besprochen und den Teilnehmenden nähergebracht. Es geht immer um Lösungen für praktische Fragestellungen, statt um konkrete Produkte. Mit der Unterstützung der Stiftung SGV wurde insbesondere die Ausweitung der Erfa-Stammtische auf die Romandie finanziert. Eine zweite Tranche der finanziellen Unterstützung 2022 soll den erfolgreichen Start im Jahr 2023 weiterführen. Der Verein «Myni Gmeind» arbeitet in diesem Projekt mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB sowie mit dem SGV zusammen.
2021
2021 konnten insgesamt drei Projekte gefördert werden. Mit dem «Krisenkompass» finanzierte die Stiftung erstens eine digitale Plattform mit, welche den Gemeinden und ihren Verantwortlichen in verschiedenen Krisenlagen relevante und exklusive Informationen in Form von Checklisten, Mustervorlagen und Leitfäden zur Verfügung stellt. Das Projekt wurde privat lanciert; das Gesuch eingereicht hat indes die Gemeinde Elgg (ZH), welche die Plattform ebenfalls unterstützt.
Als Zweites unterstützte die Stiftung SGV den digitalen Erfa-Austausch, welchen der SGV zusammen mit dem Verein «Myni Gmeind» mit Erfolg betreibt. Einmal im Monat treffen sich am digitalen Stammtisch Personen aus dem Gemeindeumfeld und diskutieren über aktuelle Herausforderungen rund um die Digitalisierung. Nun soll das Format in die Westschweiz ausgedehnt und zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) breiter aufgestellt werden. Eingereicht hat das Projekt die Stadt Wil (SG).
Auch auf Gemeindeverwaltungen herrscht akuter Fachkräftemangel. Gegensteuer kann hier beispielsweise die Einführung neuer Arbeitszeitmodelle geben. Ein solches Konzept weist gerade bei Frauen, die flexibel arbeiten möchten, besonders grosses Potential auf. Solche Ansätze unterstützt das Projekt «Förderung gleichberechtigter Teilhabe an (Kader-) Positionen in Schweizer Gemeindeverwaltungen», das von der Fachhochschule Nordwestschweiz lanciert worden ist. Einige Gemeinden beteiligen sich bereits heute am Vorhaben, so auch die Gemeinde Boniswil (AG), welche den Antrag an die Stiftung gestellt hat. Die Stiftung folgte auch diesem Unterstützungsgesuch.
2020
Das Innotour-Projekt im Bereich der Digitalisierung von touristischen Angeboten in den Regionen Prättigau (GR), Aletsch (VS) und Saanenland (BE), welches im Jahr 2019 von der Stiftung SGV mit einem Beitrag unterstützt worden ist, konnte 2020 mit Erfolg abgeschlossen werden. Im Kanton Graubünden ist daraus in Ergänzung ein Projekt der Neuen Regionalpolitik NRP entstanden. Dieses wird den Mehrwert für Tourismus und Standortförderung für die Region und die daran beteiligten Gemeinden wesentlich steigern können. Damit konnte der finanzielle Beitrag der Stiftung SGV eine positive Entwicklung für die Zukunft auslösen. Neue Projekte sind 2020 ansonsten weder genehmigt noch unterstützt worden.
2019
Der Stiftungsrat behandelte 2019 zwei Projekteingaben. Das eine Projekt betraf das «Jahr der Milizarbeit». In dessen Rahmen fand Ende August 2019 in einigen Gemeinden ein «Tag der offenen Tür» statt. Zu diesem Anlass produzierte der SGV die Broschüre «Ihre Gemeinde, Ihr Zuhause» und stellte sie den interessierten Gemeinden in der gewünschten Auflage zur Verfügung. Die Broschüre konnte am «Tag der offenen Tür» oder bei anderer Gelegenheit, beispielsweise an Neuzuzügeranlässen, abgegeben werden. «Ihre Gemeinde, Ihr Zuhause» richtet sich an Erwachsene und gibt in konzentrierter Form einen Überblick über die Leistungen von Gemeinden sowie die möglichen Formen eines Engagements auf kommunaler Ebene. Kurzporträts von Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie von einer Feuerwehrfrau sollen möglichst viele Menschen dazu motivieren, sich in einem Milizamt zu engagieren.
Das zweite Projekt betrifft «Innotour», ein Förderinstrument des Staatssekretariats für Wirtschaft. Mit «Innotour» werden innovative Tourismusprojekte finanziell unterstützt. Das Projekt des SGV bezieht drei Tourismusdestinationen in den Kantonen Graubünden, Bern und Wallis ein und wird von den beteiligten Gemeinden, Regionalorganisationen und Exponenten der Wirtschaft mitgetragen. Inhaltlich unterstützt wird das Projekt von einer privaten Beratungsfirma und einem Institut der Universität Bern. Konkret geht es um die Gebiete Prättigau/Klosters, die Region Gstaad und das Gebiet Aletsch. Im Zentrum steht die Stärkung des Tourismus in den genannten Regionen. Dabei wird auf die vorhandenen Potenziale fokussiert, eine verstärkte Zusammenarbeit gefördert und auf Innovation und Digitalisierung gesetzt.
2018
2018 konnte ein Projekt mit 20’000 Franken unterstützt werden. Es wurde im Namen aller Mitgliedergemeinden des SGV eingereicht und unterstützt das «Jahr der Milizarbeit 2019» des SGV. Das «Jahr der Milizarbeit» trifft den Zweck der Stiftung vorbildhaft und unterstützt durch die Förderung des Milizprinzips einen Grundpfeiler der kommunalen Ebene.
